Archiv der Kategorie: Die Anatomie der Peripherie

Der kleine Sonnenkönig

© Schweizer Illustrierte, 18.04.2011 EU-Befürworter, AKW-Gegner, machtbewusst: Der Grünen-Pionier Ruedi Baumann war erfolgreich – und umstritten. Seit zehn Jahren lebt er im Südwesten Frankreichs den Traum vom grünen Leben. Von Lukas Egli Vor der Kirche in Traversères rechts und ans … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Landwirtschaft, Politik, Schweizer Illustrierte, Uncategorized

Der Widerspenstige

© Schweizer Illustrierte, 20.12.2010 Er kam als Hoffnungsträger, wurde zum Prügelknaben und ging als bester Finanzminister Europas. Erstmals nach seinem Rücktritt schaut alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz zurück: «Es war eine Achterbahn!» Von Lukas Egli und Stefan Regez Es ist drei … Weiterlesen

1 Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Politik, Schweizer Illustrierte

Das Derby

Erschienen in Sonntagsblick Magazin, 13. Dezember 2009 (PDF) Die Portugiesen sind die grösste Ausländergruppe im Oberengadin. Nur in einem Punkt konnten die Gastarbeiter bislang mit den Einheimischen mithalten: im Fussball. Bis «Rudi» Rodriguez die Seiten wechselte. © Lukas Egli, 2009 … Weiterlesen

1 Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Sonntagsblick Magazin, Sport

Vom Schlachten heiliger Kühe

Erschienen in Brandeins, 23. Oktober 2009 (PDF) Schweizer suchen ungern Streit. Harmonie ist ihnen lieber. Doch darüber bleibt viel liegen. Ein Institut in Zürich bekam die Aufgabe, wie die Hefe zu wirken im trägen Teig. Nun erweist es sich als … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brand eins, Die Anatomie der Peripherie, Politik, Wirtschaft

Der Fluch der Beständigkeit

Erschienen in NZZ Folio, 2. November 2009 (PDF) Drei Erfindungen, drei tragische Ereignisse, drei Generationenwechsel: Die Tösstaler Pfannenfabrik Kuhn Rikon hat ­schon viel überstanden. Die grösste Prüfung steht noch aus. © Lukas Egli, 2009 Eine gute Pfanne verkauft man so: … Weiterlesen

1 Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Wirtschaft

Der Sparschäler

© NZZ Folio, 6. Juli 2009 (PDF) Oskar Marti gehört zu den wenigen Köchen, die keinen riesigen Abfallberg produzieren. Was andere Leute kompostieren, landet bei «Chrüteroski» auf dem Teller. Von Lukas Egli Rillettes sind ein klassisches Abfallprodukt: würzige Brotaufstriche, die … Weiterlesen

1 Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Kulinaria, NZZ Folio

Der talentierte Monsieur Jaquet

© NZZ Folio, 6. April 2009 (PDF) Laut Justiz ist er ein Goldräuber, Hehler, Uhrenfälscher. Branchenkenner allerdings sagen, dass Jean-Pierre Jaquet nur das delikate Geschäft der Uhrmacherei optimiert hat. Von Lukas Egli Am 15. Januar 2002 überfielen zwei bewaffnete Männer … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, NZZ Folio, Wirtschaft

Das hässliche Entlein

Grenchen ist der unattraktivste Ort der ganzen Schweiz. Wie lange noch? Die Krisenstadt arbeitet intensiv an ihrem Image. Und punktet.

Das grösste Ärgernis des SBB-Fahrplans ist der Halt des Intercitys von Zürich nach Neuenburg in Grenchen Süd. Steigt hier überhaupt jemals einer ein oder aus? Der Halt verspricht zudem ein «Nord», ein «West», ein «Ost». Ein Grenchen Nord gibt es wohl, aber nicht, weil der Ort so bedeutend wäre, dass er zwei Bahnhöfe brauchte. Vielmehr ist der Grund die ungünstige Lage der Stadt: Die SBB-Linie von Osten und die BLS-Linie von Norden vereinen sich erst einige hundert Meter vom Ortsausgang entfernt. Eigentlich wäre die doppelte Anbindung ans Schweizer Schienennetz ein Vorteil. Tatsächlich aber unterstreicht sie die Zweiteilung der Stadt am Jurasüdfuss und förderte ihren Niedergang. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, NZZ Folio, Politik, Wirtschaft

Der schönste Ort der Schweiz

Das Problem mit der Suche nach dem Paradies ist, dass auch andere es finden können.Ich habe es in der Provinz entdeckt: in C.*

Es gibt Orte, die gibt es nicht. Orte, die nirgendwo verzeichnet sind. Der Massstab der Strassenkarten ist zu gross, die Anzahl Einwohner für den öffentlichen Verkehr zu klein, der Raster der Trendsetter zu grob. Es sind Orte, von denen man meint, dass man nie hinkommt. Und wenn doch, dass sie nichts zu bieten hätten. Ein Glück! Ich fahre gerne dorthin, wo Sie nicht hinfahren. Oder wo Sie meinen, nicht hinfahren zu können. Zum Beispiel nach C.* Den Ortsnamen werde ich nicht verraten. Ich fahre jedes Jahr, ich fahre oft. Und finde es immer so vor, wie ich es mag. So soll es auch bleiben. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, NZZ Folio, Tourismus

Ein Tal unter Strom

Erschienen in «Beobachter», Juli 2008 Im bernischen Oberhasli liegen sich Umweltschützer und Stromproduzenten in den Haaren. Die Streitfrage: Dürfen für den wachsenden Energieverbrauch Arven und Enziane sterben? © Lukas Egli, 2008 Die Schönheit der Alpen ist eine Hypothek. So zum … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Tourismus, Wirtschaft

Die Spaghetti-Factory

Gewisse Dinge sollten bleiben, wie sie immer waren. Zum Beispiel die Spaghetti aus Poschiavo. Seit fast 100 Jahren wird diese Delikatesse vorwiegend in Handarbeit hergestellt.

Gewisse Dinge ändern nie, zumal in einem Bergdorf nicht. Zum Beispiel gewisse Machtverhältnisse. Es war spät an einem Abend Ende Mai in Poschiavo. An der Bar des Hotels Albrici sassen noch der Gemeindepräsident, der Pfarrer und der Wirt bei einem Glas Rotwein. Sie diskutierten das Parkplatzproblem ihres hübschen Städtchens am südlichen Rande Graubündens. Die Kirche solle ihren grossen Abstellplatz beim Friedhof endlich der Gemeinde überlassen, fand das Gemeindeoberhaupt. Er sei zwar nicht sonderlich gepflegt, sein Parkplatz, dafür sei er gratis, erwiderte der Gottesmann. Der Wirt hörte stumm zu und meinte, als Hotelier in einem kleinen Ort mische man sich besser nicht in die Lokalpolitik ein. Der Staat will, die Kirche hat – und das Volk? Es arbeitet. Weiterlesen

1 Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Kulinaria, Tourismus, Wirtschaft

Im Haifischbecken

Erschienen in «Brandeins», 1. Juni 2008 In Deutschland unvorstellbar, in der Schweiz normal: Dort konkurrieren die Kantone erbittert um die besten Steuerzahler. Das unbedeutende Obwalden tut sich dabei besonders hervor. © Lukas Egli, 2008 Der Schweizer Steuerwettbewerb wird mit harten … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brand eins, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Wirtschaft

Binggelis letzter Tag

Täglich geben in der Schweiz drei Landwirte ihren Hof auf. Am 6. Mai waren Ruth und Werner Binggeli dran: ein harter Schlag,wenn ein ganzes Bauernleben unter den Hammer kommt.

Das hier könnte einer der schönsten Flecken auf Erden sein: das Dorf Riffenmatt bei Guggisberg. Es liegt auf dem sanften Egg zwischen Sense, Schwarzwasser, Gantrisch und Stockhornkette und bietet eine grandiose Aussicht auf das Schwarzenburgerland. Hier, am Ursprung des berühmtesten Schweizer Volkslieds, «Vreneli ab em Guggisbärg», blühen Anfang Mai die Bäume, Sträucher und Blumen, die Wälder und Matten sind von sattem Grün und die Menschen in Vorfreude auf den Sommer, auf lange, warme, ertragreiche Tage. Die Kühe dürfen wieder öfter auf die Weide, die Saat ist ausgebracht, bald steht der erste Heuet an. Es ist ein fröhliches Aufleben nach einem langen Winter. Nur für Binggelis ists ein trauriger Tag. Sie verabschieden sich aus dem Zyklus von Aussaat und Ernte. Sie versteigern ihr Hofinventar samt Vieh. Binggelis geben auf. Wie täglich drei andere Bauern auch. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft

Echter Emmentaler kommt aus Zürich

© «Beobachter», April 2008 Überzeugen Sie mal einen Käser von einer neuen Idee! Alfred Bieri hats geschafft, gleich mehrfach. Mit «Natürli» mischt er den Käsemarkt auf – sehr zum Wohl von Produzent und Konsument. Von Lukas Egli Es ist einer … Weiterlesen

1 Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Kulinaria

Die Gastarbeiter

Zauberhaftes Hotelpersonal verwandelt Geld in Luxus und Gäste in Könige. Geschichten zum Saisonende aus St. Moritz.

Er erkennt natürlich sofort, wer da unerwartet erscheint. Doch Vlado Sarkevic entscheidet sich, den Mann trotzdem zu bedienen. Als wäre nichts passiert, damals, nimmt er von seinem ehemaligen Chef die Bestellung auf – zweimal Fondue chinoise, eine Magnum-Flasche Latour à Pomerol 1999 für 285 Franken, zwei Mineralwasser, vorab zwei Menüsalate. Mit stoischer Ruhe hört er sich die Sprüche an, mit denen der Gast seinem jungen Begleiter imponieren will. So sind sie hier alle im Hotel Waldhaus am See: Der Gast ist König – jeder Gast ist König. Auch wenn es, wie in diesem Fall, der ehemalige Chef de Service des Hauses ist, der nach acht Jahren fristlos entlassen wurde, weil er heimlich die teuersten Weine trank, gelegentlich auch während der Arbeitszeit. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Das Magazin, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Tourismus, Wirtschaft

Adieu, Heidi-Land

Erschienen in «Brandeins», 1. Januar 2008 Was kann der Natur Besseres passieren, als dass der Mensch sie in Ruhe lässt? Dass der Mensch sie bewirtschaftet. Erfahrungen aus dem Tessin, dessen Bergregionen verwildern. © Lukas Egli, 2008 Für Touristen ist das … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brand eins, Die Anatomie der Peripherie, Tourismus, Wirtschaft

Ein Feinschmecker auf der Pirsch

© «Beobachter», November 2007 Man nennt ihn einen Hexer und Spinner. Doch eigentlich ist Starkoch Stefan Wiesner einfach ein Jäger und Sammler: Was er in der Natur findet, wandert in den Kochtopf. Von Lukas Egli Der Wacholder sei ein Geisterbaum, … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Kulinaria

Denn sie wissen nicht, was tun

© «Beobachter», Januar 2007 Überflüssige Einsätze, gelangweilte Dienstleistende und dabei doppelt so teuer wie die Armee: Während der Zivilschutz um Legitimation ringt, räumt er schon mal seine alten Anlagen. Von Lukas Egli Der Eingang ist unscheinbar. Ein geteerter Vorplatz, umgeben … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Politik

Ade, heile Heidiwelt

© «Beobachter», 25. Oktober 2006 Das lange beschworene Konzept des sanften Tourismus ist sanft entschlafen: In den Bergen wird gebaut und geplant, was das Zeug hält − und die Projekte haben Dimensionen, die es in der Schweiz noch nie gab. … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Tourismus

Der Nierenstein der Nation

© «Beobachter», August 2006 Anfang September steigt das Unspunnenfest – 201 Jahre nach der ersten Austragung und ohne den legendären Originalstein. Die Steinstösser wollen ihn gar nicht mehr zurück. Von Lukas Egli Er will an dem Tag, als der Unspunnenstein … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Tourismus

Die «MS Cholesterin»

© «Beobachter», November 2005 Einmal im Jahr ist Fernsehdoktor Samuel Stutz mit seiner Mission auf hoher See: Die Menschen müssten sich mehr bewegen und gesünder ernähren, predigt er den 500 Passagieren seines Gesundheitsschiffs. Dann wird ein kleiner Imbiss serviert. Von … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft

Seilziehen im Aletschgebiet

© «Beobachter», September 2005 Der Provinzfürst Albert Bass will endlich eine Seilbahn zwischen Belalp und Riederalp ­ Unesco-Weltnaturerbe hin oder her. Da kann Ralph Manz vom WWF noch so lange murren. Ein Rendezvous nach Walliser Art. Von Lukas Egli Kommt … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Politik, Tourismus

Wochentags bleibt der Tea-Room geschlossen

© Oktober 2002, Neue Zürcher Zeitung Über die Grimsel kommen nur noch drei Dinge: der Föhn, die Bise und die Armeeflugzeuge. Der Tourismus entlang der Schweizer Alpenpässe serbelt Von Lukas Egli Da wäre der See. Da die Gerstenhörner. Dort der … Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Neue Zürcher Zeitung, Tourismus