Archiv der Kategorie: Tourismus
Der schönste Ort der Schweiz
Das Problem mit der Suche nach dem Paradies ist, dass auch andere es finden können.Ich habe es in der Provinz entdeckt: in C.*
Es gibt Orte, die gibt es nicht. Orte, die nirgendwo verzeichnet sind. Der Massstab der Strassenkarten ist zu gross, die Anzahl Einwohner für den öffentlichen Verkehr zu klein, der Raster der Trendsetter zu grob. Es sind Orte, von denen man meint, dass man nie hinkommt. Und wenn doch, dass sie nichts zu bieten hätten. Ein Glück! Ich fahre gerne dorthin, wo Sie nicht hinfahren. Oder wo Sie meinen, nicht hinfahren zu können. Zum Beispiel nach C.* Den Ortsnamen werde ich nicht verraten. Ich fahre jedes Jahr, ich fahre oft. Und finde es immer so vor, wie ich es mag. So soll es auch bleiben. Weiterlesen
Eingeordnet unter Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, NZZ Folio, Tourismus
Ein Tal unter Strom
Erschienen in «Beobachter», Juli 2008 Im bernischen Oberhasli liegen sich Umweltschützer und Stromproduzenten in den Haaren. Die Streitfrage: Dürfen für den wachsenden Energieverbrauch Arven und Enziane sterben? © Lukas Egli, 2008 Die Schönheit der Alpen ist eine Hypothek. So zum … Weiterlesen
Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Tourismus, Wirtschaft
Die Spaghetti-Factory
Gewisse Dinge sollten bleiben, wie sie immer waren. Zum Beispiel die Spaghetti aus Poschiavo. Seit fast 100 Jahren wird diese Delikatesse vorwiegend in Handarbeit hergestellt.
Gewisse Dinge ändern nie, zumal in einem Bergdorf nicht. Zum Beispiel gewisse Machtverhältnisse. Es war spät an einem Abend Ende Mai in Poschiavo. An der Bar des Hotels Albrici sassen noch der Gemeindepräsident, der Pfarrer und der Wirt bei einem Glas Rotwein. Sie diskutierten das Parkplatzproblem ihres hübschen Städtchens am südlichen Rande Graubündens. Die Kirche solle ihren grossen Abstellplatz beim Friedhof endlich der Gemeinde überlassen, fand das Gemeindeoberhaupt. Er sei zwar nicht sonderlich gepflegt, sein Parkplatz, dafür sei er gratis, erwiderte der Gottesmann. Der Wirt hörte stumm zu und meinte, als Hotelier in einem kleinen Ort mische man sich besser nicht in die Lokalpolitik ein. Der Staat will, die Kirche hat – und das Volk? Es arbeitet. Weiterlesen
Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Kulinaria, Tourismus, Wirtschaft
Die Gastarbeiter
Zauberhaftes Hotelpersonal verwandelt Geld in Luxus und Gäste in Könige. Geschichten zum Saisonende aus St. Moritz.
Er erkennt natürlich sofort, wer da unerwartet erscheint. Doch Vlado Sarkevic entscheidet sich, den Mann trotzdem zu bedienen. Als wäre nichts passiert, damals, nimmt er von seinem ehemaligen Chef die Bestellung auf – zweimal Fondue chinoise, eine Magnum-Flasche Latour à Pomerol 1999 für 285 Franken, zwei Mineralwasser, vorab zwei Menüsalate. Mit stoischer Ruhe hört er sich die Sprüche an, mit denen der Gast seinem jungen Begleiter imponieren will. So sind sie hier alle im Hotel Waldhaus am See: Der Gast ist König – jeder Gast ist König. Auch wenn es, wie in diesem Fall, der ehemalige Chef de Service des Hauses ist, der nach acht Jahren fristlos entlassen wurde, weil er heimlich die teuersten Weine trank, gelegentlich auch während der Arbeitszeit. Weiterlesen
Eingeordnet unter Das Magazin, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Tourismus, Wirtschaft
Adieu, Heidi-Land
Erschienen in «Brandeins», 1. Januar 2008 Was kann der Natur Besseres passieren, als dass der Mensch sie in Ruhe lässt? Dass der Mensch sie bewirtschaftet. Erfahrungen aus dem Tessin, dessen Bergregionen verwildern. © Lukas Egli, 2008 Für Touristen ist das … Weiterlesen
Eingeordnet unter brand eins, Die Anatomie der Peripherie, Tourismus, Wirtschaft
Ade, heile Heidiwelt
© «Beobachter», 25. Oktober 2006 Das lange beschworene Konzept des sanften Tourismus ist sanft entschlafen: In den Bergen wird gebaut und geplant, was das Zeug hält − und die Projekte haben Dimensionen, die es in der Schweiz noch nie gab. … Weiterlesen
Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Tourismus
Der Nierenstein der Nation
© «Beobachter», August 2006 Anfang September steigt das Unspunnenfest – 201 Jahre nach der ersten Austragung und ohne den legendären Originalstein. Die Steinstösser wollen ihn gar nicht mehr zurück. Von Lukas Egli Er will an dem Tag, als der Unspunnenstein … Weiterlesen
Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Gesellschaft, Tourismus
Seilziehen im Aletschgebiet
© «Beobachter», September 2005 Der Provinzfürst Albert Bass will endlich eine Seilbahn zwischen Belalp und Riederalp Unesco-Weltnaturerbe hin oder her. Da kann Ralph Manz vom WWF noch so lange murren. Ein Rendezvous nach Walliser Art. Von Lukas Egli Kommt … Weiterlesen
Eingeordnet unter Beobachter, Die Anatomie der Peripherie, Politik, Tourismus
Wochentags bleibt der Tea-Room geschlossen
© Oktober 2002, Neue Zürcher Zeitung Über die Grimsel kommen nur noch drei Dinge: der Föhn, die Bise und die Armeeflugzeuge. Der Tourismus entlang der Schweizer Alpenpässe serbelt Von Lukas Egli Da wäre der See. Da die Gerstenhörner. Dort der … Weiterlesen
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