Vom Fach: Neulich unter Jugendlichen

© NZZ Folio, 6. Juli 2009

Früher Mittwochnachmittag, 14 Uhr 30 in einer schönen Quartierstrasse in Bern. Sonnenschein. Was reden die da? Wir übersetzen.

Von Lukas Egli

«Hey Jänu?»
«Hey.»
«Schlecht drauf?»
«Bö?»
«Löru kann jetzt den Kick Flip.»
«Bö?»
«Bald macht er den Impossible.»
«Easy.»
«Wir gehen ins Weierli.»
«Bö?»
«Kommst du auch?»
«Hä?»
«Skaten?»
«Boarden ist scheisse!»
«Easy.»
«Ich geh Bouldern.»
«Hä?»
«Klettern.»
«Wo?»
«Magnet.»
«Easy.»

Jänu: in Bern übliche Abkürzung für Jan. Bö: Universalantwort; hier: Nein, wieso? Löru: in Bern übliche Abkürzung für Lorenz. Kick Flip: Skateboardtrick, bei dem das Brett während eines Sprungs eine Rolle macht. Bö: Universalantwort; hier: Interessiert mich nicht. Impossible: noch schwierigerer Trick. Easy: Universalantwort; hier: Interessiert mich das? Weierli: Skateboardpark im Weyermannshaus in Bern. Bö: Universalantwort; hier: Na und? Hä: Universalfrage; hier: Lass mich in Ruh! Skaten: Tricks auf dem Skateboard üben. Boarden: dazu gehört auch Snowboarden, das mit dem Skateboarden verwandt ist. Easy: Universalantwort; hier: Ich weiss zwar nicht, warum, aber okay. Bouldern: Sportklettern ohne Seil; wird oft in Hallen, aber auch an Felswänden und Fassaden gemacht. Hä: Universalfrage; hier: Habe ich zwar noch nie gehört, tönt aber spannend. Magnet: Kletterhalle in Niederwangen. Easy: Universalantwort; hier: Ich weiss zwar nicht, wo das ist, aber – okay.

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